Forschungsinhalte des Projekts

Wie u.a. die Ergebnisse der PEM  "Wettbewerbsfaktor Kreativität" belegen, liegen die größten Defizite von Unternehmen im Umgang mit Wissen und Kreativität - in einer fehlenden  organisatorischen Verankerung und kontinuierlichen Förderung der Kreativität im Unternehmen - in einer ungenügenden technologischen Unterstützung kollektiver kreativer Prozesse (joint creativity) - in der mangelnden technologischen  Unterstützung von kollaborativem Lernen - in der ungenügenden Verzahnung von organisationalem Lernen, Kreativitäts- und Wissensmanagement - und vor allem in  der fehlenden Koppelung von kreativitätsbezogenen Aktivitäten auf der operativen  und der strategischen Ebene Kreativität, Wissensgenerierung, Lernen und  organisatorischer Wandel stehen in enger Beziehung zueinander. Es ist deshalb  wichtig, Innovations- und Lernprozesse gleichzeitig voranzutreiben und durch ein integriertes Kreativitäts- und Wissensmanagement zu unterstützen.

Vorgehensweise:

Das Projekt lässt sich grob vier Phasen  gliedern:

1. Analyse Hier wird untersucht, wie wissensintensive Unternehmen mit dem Thema Wissen-Lernen-Kreativität umgehen, welche arbeitsorganisatorischen Lösungen sie entwickelt haben und welche Tools  typischerweise eingesetzt werden.

2. Konzeption Es werden praxisorientierte  Szenarien entworfen. Für unterschiedliche Arbeitssituationen wird beschrieben, wie der Einsatz von Kreativitätstechniken, Methoden der Ideenfindung und  -strukturierung, Vorgehensweise des Wissensaufbaus sowie Konzepte der  Wissensnutzung aussehen können.

3. Prototypische Entwicklung Es entstehen  Demonstratoren für die elektronische Unterstützung von Kreativitätstechniken, die elektronische Unterstützung des kooperatives Lernens, für die Abbildung  wissensintensiver Dienst leistungsprozesse, sowie für die elektronische Unterstützung des Service Performance Managements kreativer  Unternehmen

4. Evaluation und Bewertung Es wird  untersucht, wie gut sich solche Werkzeuge prinzipiell in die Arbeitsorganisation wissensintensiver Unternehmen einbetten lassen, wie sie kombiniert werden können und welchen Beitrag sie zur Kreativität und Wandlungsfähigkeit der Unternehmen leisten. Das Vorhaben setzt damit u.a. auch die Arbeiten der PEM  "Wettbewerbsfaktor Kreativität" fort.